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Projekt "Funk-Thermostate" - Ergebnisse und Ausblick

Nach einigen Monaten der Nutzung können wir grundsätzlich festhalten: Die Thermostate funktionieren und es gibt weder von Schüler- noch von Kollegenseite gemeldete Probleme. Zu einer Bewertung Ergebnisse gehört aber noch viel mehr:

 

Ergebnisse aus dem laufenden Betrieb

Zusammen- und Einbau der Ventile:

  • Positiv: Der Zusammenbau (siehe ein ausführliches, selbstgedrehtes Zusammenbau-Erklärvideo hier) der Ventile ließ sich gut, nicht sehr gut, erledigen. Negativ fiel auf, dass die Anleitung nicht bebildert ist und  dadurch eine Zuordnung der Teile nicht immer gewährleistet ist. Vor allem die Einbau-Richtung der Teile ist bei (nahezu) symmetrischen Teilen nicht ganz einfach. Das Erklär-Video reduziert die Möglichkeit des Einbaus von Fehlern (hoffentlich).
  • Positiv: Das Anschließen der Ventile ließ sich sehr einfach erledigen. Zum Festschrauben der Überwurfmuttern wurde eine Rohrzange verwendet, um diese etwas mehr als handfest zu fixieren. Die Überwurfmutter aus Metall sieht sehr stabil aus.
  • Positiv: Die Einstellung der Heizzeiten sowie die Tastatursperre ließen sich mit Hilfe der Anleitung leicht realisieren. Damit ist das Ventil in der Grundfunktion einsatzfähig und kann 
  • Negativ für eine dauerhafte Nutzung im Schulumfeld ist, dass die Tastatursperre leicht entfernt werden kann, wenn die nicht komplizierte Kombination bekannt ist.
  • Negativ für eine dauerhafte Schulnutzung ist, dass die Batterien regelmäßig gewechselt werden müssen (ca. jedes Jahr), um einen Betrieb zu gewährleisten.
  • Negativ: Das Thermostatventil ist recht groß, so dass es ggf. möglich ist, mit einem unachtsam nach hinten geschobenen Stuhl dieses Ventil abzubrechen.
  • Negativ: Mittlerweile fehlt in einem Funk-Thermostatventil eine Taste, was die manuelle Bedienung erschwert.
  • Nicht gemessen: Wir konnten bishern nicht ermitteln, ob die eingestellte Temperatur von 21° gut gehalten werden konnte, da kein Raspberry Pi zur Temperatur-/CO2-Ermittlung im Raum montiert ist.

Software und Integration:

  • Positiv: Die Installation der Software FHEM auf einem Raspberry verlief problemlos.
  • Positiv: Der Anschluss des CUL-Sticks sowie die Software-Integration verliefen dank der ausführlichen Anleitung ebenfalls ohne nennenswerte Probleme.
  • PositivHomematic Funk-Thermostatventile: das Sendeprotokoll ist quelloffen und ermöglicht damit eine leichte Kommunikation mit Open-Source-Hardware; gleichzeitig sind die Thermostatventile als so genannter ARR-Bausatz sehr kostengünstig zu erhalten. Ein selbst erstelltes Video zum "Making Of" des Thermostatventil-Bausatzes finden Sie unten auf dieser Seite. Als Antenne haben wir eine (dafür weniger geeignete) WLAN-Antenne verwendet.
  • Neutral: Die Kommunikation und das Pairing der Thermostatventile verlief ok. Das Pairing klappte nicht immer reibungslos und es mussten mehrere Versuche unternommen werden, bis eine Integration möglich war.
  • Negativ: Die Programmierung und Funkübermittlung klappte nicht immer, so dass man sich nicht sicher sein kann, ob die gesendeten Signale vom Raspberry auch wirklich angekommen sind. Das macht die Arbeit, die von Konstanz lebt, sehr schwierig.

 

Ausblick

Auf Basis der oben aufgelisteten Vor- und Nachteile ist es auf Basis des derzeitigen Entwicklungsstandes keine gute Idee, Funkthermostatventile für weitere Räume einzusetzen. Der Einsatz scheint für eine Schule aufgrund mehrerer Unwegbarkeiten und der nicht stabilen Kommunikationsmöglichkeit nicht ausreichend sinnvoll für einen flächendeckenden Einsatz zu sein. Wir denken aber gar nicht daran, die Ventile abzubauen und aufzugeben. Wir möchten mit geringem Budget die folgenden ressourcenschonenden Optimierungsmöglichkeiten für eine komfortablere Nutzung realisieren:

  • Zukünftig werden wir die etwas teureren Lithium-Batterien in der Bauform AA verwenden, die eine erheblich längere Batterielaufzeit versprechen. Dies minimiert das Risiko einer leeren Batterie im Betrieb erheblich.
  • in diesen Raum möchten wir ebenfalls eine CO2-Kontrolle einschließlich Raspberry Pi und CO2-Ampel einbauen. Aufgrund des recht kleinen Raumes wäre eine CO2-Ampel eine gute Lösung, um die anwesenden Schülerinnen und Schüler auf das Lüften hinzuweisen.
  • Von einer Programmierung der Ventile über einen Raspberry mit CUL-Stick wird abgesehen. Den Kosten steht hier leider nur ein unsteter Nutzen-Effekt entgegen.
  • Eine zentrales Bedienelement soll zukünftig die Thermostatventile kontrollieren und so verhindern, dass diese umprogrammiert werden. Auch hat dies den Vorteil, dass dies an zentraler Stelle im vorderen Bereich angebrachte Steuerungselement einheitlich die Temperatur steuern kann. Eine Nutzung soll evaluiert werden. Hierüber lassen sich (hoffentlich) komfortabel die Heizkörper zentral abschalten.
  • Weiterhin möchten wir prüfen, wie die Thermostatventile behandelt werden...


Projekt eingestellt

 Der Einbau der Lithium-Batterien sowie insbesondere des zentralen Bedienelements zeigten zwar Verbesserungen, jedoch sind im laufenden Betrieb Beschädigungen der Thermostatventile aufgetreten. An den Thermostatventilen fehlen mittlerweile das Drehrädchen sowie einige weiße Tasten. Offenbar durch das Stühler verrücken ist eines der Thermostatventile zudem angebrochen und erfüllt nicht damit mehr die gewünschte Funktion.

Für den operativen Betrieb in einer Schule halten wir diese Lösung nach unseren Erfahrungen für nicht geeignet und sind daher wieder zu Standard-Thermostatventilen zurückgekehrt. Gelernt haben wir von der ersten Idee über die Umsetzung bis zum Resultat aber eine ganze Menge!